Pfingstausflug

By admin. Filed in Allgemein, Erstakquise, Gesprächsziel  |  
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Irgendeine “Landpartie”. Schönes Wetter, viele Aussteller, viele Besucher. Gute Laune. Ein großes Stellplakat trifft unsere aufgeschlossene Neugier: Neues Wohnkonzept im Park mit See. Unser Interesse: Ist es einfach nur fein oder auch seniorengerecht?

Dame schießt auf uns zu und erklärt. Planungsphase – es wird so und so – zuerst bauen sie das und das. Wenn man die Adresse da läßt, kriegt man immer wieder aktuelle Nachrichten über die Entwicklung. Wir sind interessiert: Alles gute Informationen. Anscheinend ein Konzept, das uns gefallen könnte: Junge Familien, individuelles Wohnen und Pflegeversorgung beieinander. Wir wollen wissen, wie es sich mit der Pflegeversorgung verhält. Antwort: Planungsphase – es wird so und so – zuerst bauen sie das und das. Gut, das wussten wir jetzt schon, denn wir hatten zugehört. Stellen wir also mal die nächste Frage: Was sind die Preise. Antwort: Quadratmeterpreise von bis – im übrigen Planungsphase – es wird so und so – zuerst bauen sie das und das. Ja, gut… Dann noch mal zu der Pflegeversorgung….wir werden unterbrochen: Also jetzt Planungsphase – es wird so und so – zuerst bauen sie das und das.

Jetzt konnten wir den Text auswendig und hatten keine Lust mehr. Der Tag fing an, blöd zu werden. Wir wollten nur noch weg. Wir wunderten uns darüber, dass wir während des ganzen Gesprächs nicht einmal aufgefordert worden waren, unsere Adresse zu hinterlassen zwecks weiterer Informationen. Wollte man uns nicht?

Es war wieder einmal eine Erfahrung von ungeschickter Akquise. Es gab einen auswendig gelerntenText, der zwar aus wesentlichen und wichtigen Informationen bestand, der aber immer wiederholt wurde. Wir wurden nicht ein einziges Mal nach unseren Interessen gefragt. Unsere Vorlieben waren nicht von Belang. Für ein Projekt in der Planungsphase eigentlich zunächst kein großes Problem. Denn manches kann sich durchaus im Austausch mit potentiellen Käufern entwickeln. Dazu muss man den Austausch aber gestalten. Hier entstand stattdessen das Spiel: immer neue Fragen – immer dieselbe Antwort. Das nervt.

Am meisten habe ich mich aber darüber gewundert, dass die Dame kein Ziel ansteuerte. Obwohl sie vorher erwähnt hatte, dass sie bei Adressenhinterlegung über die weitere Projektentwicklung informieren, kam sie uns gegenüber nicht darauf zurück. Sie FÜHRTE das Gespräch nicht zum Abschluss. Sie machte keinen Vorschlag, wie es weitergehen sollte. Sie erwartete wohl, dass wir entweder aufhören zu fragen oder uns entscheiden. Wir aber wurden müde von ihrem Text und wollten weg.

Ein klarer Satz wie “Geben Sie mir Ihre Karte, wir informieren Sie gerne über die weitere Entwicklung” hätte das Gespräch zu einem verbindlichen Abschluss geführt. Kunden gewinnt man nicht allein mit Text, sondern mit Aktion. In diesem Fall war das Ziel als Aktion wohl da: Karte abgeben. Fertig. Dahin muss ein Gespräch  vom Akquisiteur allerdings auch GEFÜHRT werden. Sonst zerläuft es  – wie hier – in Unverbindlichkeit. Wie schade für den Aufwand!

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