Ethik in der Akquise (2) : Verkaufen Sie wirklich etwas, wovon Sie selbst überzeugt sind?

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Wie kommt das Pferdefleisch in die Lasagne? Wie kam das Glykol in den Wein? Warum werden Eier aus Bodenhaltung als “von freilaufenden Hühnern” gekennzeichnet? Warum werden die Benzinverbrauchsangaben von Autoherstellern nach unten geschönt? Warum werden Geldanleger über die Risiken mancher Papiere belogen? Usw. usw…

Verkauf scheint heute überwiegend aus Lügen und Betrügen zu bestehen. Warum eigentlich? Eine einfache Antwort besteht darin, dass mit nachlässiger und billiger Produktion, die gleichzeitig als besondere und hochwertige angepriesen wird, mehr Umsatz erzielt werden kann als mit “ehrlicher” Ware. So weit – so schlimm. Und weil wir uns alle daran gewöhnt haben, überrascht es niemanden. Im Gegenteil. Es ist langweilig geworden.

Spannend daran ist allerdings die Frage, welchem Wert die Menschen, die an solchen Geschäften beteiligt sind, tatsächlich folgen. Sind sie alle knallharte Materialisten, für die nur der Umsatz zählt?

Machen Sie die Probe mit sich selbst.Würden Sie das, was Sie verkaufen, selbst nutzen, essen, trinken, verwenden? Würden Sie es Ihren Kindern, PartnerInnen, Freundinnen und Freunden empfehlen und verkaufen? Sind Sie überzeugt, dass deren und Ihr eigene Leben dadurch verbessert wird? Dass Umwelt und Gesellschaft keinen Schaden nehmen? Sind Sie davon wirklich überzeugt? Dann verkaufen Sie diese Waren mit gutem Gewissen.

Wenn Sie merken, dass Sie diesen Fragen ausweichen müssen, weil Sie merken, dass die Antworten nicht für die Waren und Produkte sprechen, dann verkaufen sie entweder etwas anderes, wenn Sie moralisch sauber bleiben wollen. HaHa, werden Sie sagen, das geht ja wohl nicht so einfach. Da haben sie Recht. Einfach geht das nicht. Daran sieht man, dass Verkaufen heute oft in die Gefahr geraten ist, verlogen zu sein. Die größte Argumentationsjonglage wird für den wunderbaren Schein der Produkte veranstaltet, nicht für ihr wirkliches Sein. Wer da unhinterfragt mitmacht, lügt sich und anderen etwas in die Tasche, nimmt seine Kunden nicht ernst.

Wenn Verkaufen ethisch vertretbar sein soll, muss der Verkäufer selbst von der Güte seiner Ware für Menschen und Umwelt überzeugt sein.Nur dann kann er sie guten Gewissens verkaufen.

 

 

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